Die Stadtverwaltung wird beauftragt, eine umfassende Bestandsaufnahme zum baulichen und organisatorischen Hitzeschutz an allen städtischen Kitas und Schulen in Heidelberg vorzulegen.Auf Basis dieser Erhebung wird die Verwaltung beauftragt, ein Maßnahmenkonzept zur Verbesserung der Hitzeschutz-Resilienz zu entwickeln. Dieses Konzept soll verschiedene Lösungsansätze inklusive Kostenschätzung enthalten, unter anderem:
Verschattungsmaßnahmen (zum Beispiel außenliegende Jalousien, Sonnensegel,
Schirme)
Begrünung von Fassaden und Dächern
Maßnahmen zur nächtlichen Kühlung und Belüftung
Anpassung von Fensterflächen und Wärmeschutzverglasung bei NeubautenRegenwasser-und Verdunstungskonzepte sowie Entsiegelungen und Begrünungen
für Schulhöfe
Notwendige Investitionen je nach Maßnahme (auch differenziert nach
Sofortmaßnahmen und mittel-bis langfristigen baulichen Lösungen)
Einschätzung zum möglichen Einsatz energieeffizienter, dezentraler
Kühlungstechnologien (zum Beispiel Verdunstungskühler, Klimaanlagen)B egründung:
Immer häufiger steigen in Heidelberger Kitas und Schulen die Raumtemperaturen auf gesundheitlich bedenkliche Werte. In mehreren Einrichtungen wurden bereits morgens Temperaturen um 30 °C gemessen –eine klare Beeinträchtigung von Lernfähigkeit und Wohlbefinden sowie Gesundheit der Kinder. Kurzfristige Improvisationen, wie Wasserspiele, mehr Pausen oder Sonnenschirme, ersetzen keine strukturellen Lösungen. Bereits seit 2022 sieht der städtische Hitzeaktionsplan explizit Unterstützung für Bildungseinrichtungen vor. Konkrete Fortschritte sind jedoch kaum sichtbar. Gleichzeitig sind vielerorts bürokratische Hürden oder fehlende Finanzierungsmöglichkeiten eine große Bremse –auch für das zivilgesellschaftliche Engagement von Eltern. Ein professionell begleitetes, stadtweites Konzept zur klimaresilienten Gestaltung von Bildungs-Orten ist überfällig. Es geht nicht nur um den Schutz der Kinder vor gesundheitlichen Risiken, sondern um die Sicherung von Bildungsqualität in Zeiten des Klimawandels.