Am Donnerstag, 05. März, tagte der Gemeinderat in Heidelberg. Mehr zu den Tagesordnungspunkten, Entscheidungen und Reaktionen der Grünen-Fraktion gibt es hier in unserem Echo aus dem Gemeinderat.
PRESSEMITTEILUNGEN VOM 05.03.2026 – GRÜNE GEMEINDERATSFRAKTION
TOP ö5 Nachtragshaushalt 2026
Nachtragshaushalt 2026: Gemeinsam handeln – Vertrauen stärken
In der aktuellen Haushaltskrise haben die demokratischen Fraktionen im Gemeinderat eng zusammengearbeitet und ein gemeinsames Lösungspaket erstellt. In den kommenden Jahren gilt es, die Kommunikation und den Austausch mit der Stadtgesellschaft und den Zuschussempfängern zu intensivieren. Eine klare Prozesssteuerung bleibt dabei unverzichtbar.
Die Fraktionsvorsitzende Dr. Ursula Röper: „Tragfähige und nachhaltige Lösungen entstehen durch konstruktive Dialoge zwischen Verwaltung, Betroffenen und Bürgerschaft. Dafür braucht es mehr Transparenz als bisher und eine stärkere Einbindung der Öffentlichkeit. Nur so schaffen wir Vertrauen und meistern die Herausforderungen. Klare Prozesse sind dabei entscheidend. Hier ist noch Einiges zu tun. Gemeinsam und mit fairen, transparenten Abläufen können wir die Herausforderungen der nächsten Jahre bewältigen. Der Konsolidierungsprozess wird uns noch einige Jahre begleiten. Dafür müssen wir uns jetzt gut aufstellen.“
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TOP ö10 Beachhalle auf Hospital
Beachhalle: Grüne kritisieren Kostenexplosion
Die Sanierung und der Umbau einer Sporthalle auf der Konversionsfläche Hospital in eine Beachhalle gerät zu einem finanziellen Desaster. Der Mehraufwand allein für eine Seecontainer-Anlage als Sanitär- und Funktionsräume beträgt circa 305.000 Euro. Die meisten grünen Fraktionsmitglieder haben sich deshalb bei der Abstimmung enthalten, einige sogar dagegen gestimmt.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss, Leander von Detten: „Hintergrund ist, dass wir zwar die Beachhalle an sich begrüßen, aber wir kritisieren die Kostenexplosion und den Umgang damit. Derart hohe Ausgaben in Zeiten klammer Kassen, wo wir anderswo um 1000 Euro ringen, lassen sich der Bevölkerung nicht mehr vermitteln. Wir vermissen einen sensiblen Umgang mit Steuergeldern und hätten uns gewünscht, dass im zuständigen Dezernat deutlich früher eine Kurskorrektur vorgenommen worden wäre.“
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Mitglied im Sportausschuss, Bülent Teztiker: „Diese Vorlage hätte sofort bei Bekanntwerden der eklatanten Kostensteigerung zur Diskussion in den Sportausschuss gehört. Im Fachausschuss hätten wir uns dazu nochmal dezidiert äußern können. “
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TOP ö11 Eisenbahnüberführung Wieblinger Weg
Grüne plädieren für Erhalt der Unterführung zwischen Bahnstadt und Wieblingen
Die Unterführung zwischen dem Bahnbetriebswerk und dem Wieblinger Weg wird als Fuß- und Radverbindung gut genutzt. Die Bahn allerdings benötigt die darüber führende Trasse zu ihrem ehemaligen Bahnbetriebswerk nicht mehr und würde den Untergrund verfüllen, wodurch die Wegeführung nicht mehr durchgängig wäre. Deshalb möchte die Stadt nun das Flurstück erwerben, um die Unterführung zu erhalten.
Stadtrat Christoph Rothfuß: „Wir begrüßen die Initiative der Stadt, dieses Flurstück von der Bahn zu übernehmen und damit die Wegeverbindung an dieser Stelle zu erhalten. Diese Verbindung wird vom Fuß- und Radverkehr gut angenommen. Ohne diese Querung wären erhebliche Umwege erforderlich.”
Stadträtin Frieda Fiedler kritisiert, dass der Bund aktuell keine Mittel für den geplanten Ausbau des Knoten Mannheims und damit verbunden für den viergleisigen Ausbau zwischen Heidelberg-Wieblingen und dem Heidelberger Hauptbahnhof vorsieht. Diese Tatsache wurde durch eine Anfrage der grünen Bundestagsfraktion öffentlich. “Der verschobene Ausbau wird spürbare Folgen für Pendler*innen sowie für die Wirtschaftsregion Rhein-Neckar haben. Vor allem jetzt, wo mit dem Fahrplanwechsel Ende letzten Jahres auch noch viele Direktverbindungen vom und zum Heidelberger Hauptbahnhof eingeschränkt wurden. Wir haben den Oberbürgermeister aufgefordert, hier auch öffentlich stärker Position zu beziehen und damit ein Signal zu setzen, dass wir mehr statt weniger Investitionen in die Schiene brauchen. Er hat zugesagt, sich hier noch stärker zu positionieren.“
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Foto: Florian Freundt


