Gemeinsam statt einsam: Die städtischen Seniorenherbste

Stadtblatt-Beitrag von Ursula Röper und Bülent Teztiker – Ausgabe vom 14.10.2026

Ältere Menschen sind ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft. Sie sind das Gedächtnis unserer Stadt, ihre Erfahrungen helfen bei Entscheidungen für unsere Zukunft. Sie haben viele Dinge schon selbst erlebt und geben ihre Einschätzungen gerne an die nächsten Generationen weiter. Wir müssen ihnen aber auch zuhören! Das geschieht z.B. in Bürgersprechstunden und in den Seniorenzentren, aber auch im Rahmen der Seniorenherbste – einer Veranstaltung zu Ehren unserer älteren Bevölkerung mit einem bunten Rahmenprogramm. Der Eintritt ist frei, für das Programm und das leibliche Wohl sorgen die Stadtteilvereine, ein Einsatz, der nicht hoch genug zu würdigen ist.

 

Leider erhalten nur noch die über 80-Jährigen eine Einladung per Post, dadurch sind die Teilnehmerzahlen zurückgegangen. Viele Ältere, die immer gerne kamen, erfahren schlicht nicht mehr davon, wann die Seniorenherbste stattfinden. Wir begrüßen diese Veranstaltungen ausdrücklich und besuchen sie selbst gerne, um mit den Teilnehmer*innen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Gerade diese Begegnungen zeigen, wie wertvoll die Seniorenherbste sind: Sie schaffen Raum für Austausch, Freude und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – gerade für Menschen, deren Alltag nicht immer leicht ist.

 

Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass es diese Veranstaltungen trotz der schlechten Haushaltssituation auch künftig geben wird. Die Seniorenherbste sind mehr als ein Unterhaltungsprogramm, sondern ein Stück gelebter Gemeinschaft, das es zu bewahren und zu entwickeln gilt. Gäste äußerten mehrfach den Wunsch, nicht nur mit ihrer Altersgruppe, sondern auch mit Familien und Kindern aus dem Stadtteil in den Austausch zu gehen. Eine Anregung, der man nachgehen sollte, sie könnte allen Seiten zugutekommen. Es ist unser aller Aufgabe, auch für die Älteren gut zu sorgen.

Foto: Der diesjährige Seniorenherbst der Südstadt in der Chapel