Investor Dr. Henry G. Jarecki in Epstein-Akten: Grüne fordern Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes

Gemeinsame Pressemitteilung von Dr. Franziska Brantner MdB, Dr. Marilena Geugjes MdL und der Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Heidelberg vom 21.02.2026

Der amerikanische Unternehmer und Psychiater Dr. Henry G. Jarecki wird mehrfach in den Epstein-Akten, die öffentlich einsehbar sind, genannt. Den dort enthaltenen Informationen zufolge bestand ein enges persönliches Verhältnis zu dem rechtskräftig verurteilten und mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Dr. Henry G. Jarecki investierte in viele Heidelberger Projekte – besonders in große Bauvorhaben in der Heidelberger Bahnstadt. 2016 wurde er in Heidelberg mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Zudem ist er seit 2014 Ehrensenator der Universität Heidelberg.

Dr. Franziska Brantner, Bundestagsabgeordnete für Heidelberg, Dr. Marilena Geugjes, Landtagsabgeordnete für Heidelberg, und Dr. Ursula Röper, Fraktionsvorsitzende der Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Heidelberg, erklären dazu in einer gemeinsamen Mitteilung: „Wir fordern Oberbürgermeister Eckart Würzner auf, sämtliche Beziehungen und die Zusammenarbeit der Stadt Heidelberg mit Dr. Henry G. Jarecki zu überprüfen. Zudem bitten wir den Bundespräsidenten zu prüfen, ob Dr. Henry G. Jarecki das Bundesverdienstkreuz entzogen werden kann. Ebenso bitten wir die Universität Heidelberg um die Überprüfung des Ehrensenator-Titels. Wir rufen die Bundesregierung auf, eigene Nachforschungen zu weiteren Verbindungen von Jeffrey Epstein nach Deutschland einzuleiten, damit die Taten dieses verbrecherischen Netzwerks restlos aufgeklärt werden.“

Foto: Florian Freundt