Grüne kritisieren Kommunikation zu den beiden Kita-Schließungen

Pressemitteilung vom 14.10.2026

Die Stadt hatte am 7. Oktober 2026 in einer Pressemitteilung angekündigt, im Herbst 2027 die städtischen Kitas in der Adolf-Engelhardt-Straße (Kirchheim) und in der Philipp-Reis-Straße (Weststadt) zu schließen. Betroffen sind 45 Kinder, von denen 30 die Einrichtung wechseln müssen, sowie elf Erzieherinnen.

Stadträtin Anja Gernand erläutert: „Angesichts der sinkenden Kinderzahlen das Kita-Angebot anzupassen, halten wir grundsätzlich für richtig, gerade bei der angespannten Haushaltslage. Allerdings kritisieren wir das Verfahren und die Kommunikation der Stadtverwaltung in dieser Sache. Im Juni verabschiedete der Gemeinderat die Kita-Bedarfsplanung 2026/2027. Der Jugendhilfeausschuss tagte am 17. September, der Bezirksbeirat Kirchheim am 29. September. In keinem der Ausschüsse erwähnte die Verwaltung ihr Vorhaben, diese beiden Kitas zu schließen. So darf das nicht laufen. Der Gemeinderat muss bei einer solch weitreichenden Entscheidung einbezogen werden und sollte nicht aus der lokalen Presse davon erfahren. Häufig sind wir die ersten Ansprechpartner*innen, die Rede und Antwort stehen müssen.“

Stadtrat Felix Grädler ergänzt: „So wie es sich aktuell für uns darstellt, wurden offenbar auch die Eltern nicht rechtzeitig eingebunden. Verunsicherte Eltern haben deshalb ihre Kinder vorsorglich in anderen Kitas angemeldet, womit die Schließungen nun zusätzlich begründet wurden. Wir fordern deshalb von der Verwaltung, künftig solche Entscheidungen und auch deren Hintergründe im Jugendhilfeausschuss offenzulegen. Weiterhin müssen die betroffenen Familien zum Elternabend verbindliche Antworten bekommen, insbesondere einen gesicherten Platz im eigenen Stadtteil. Für Kinder sind Kindergärten und Gruppen sensible Schutzräume, die man sich mit viel Gefühl und Vertrauen aufbauen muss. Eine verlässliche Betreuung verlangt hier mehr Sensibilität. Und wenn überhaupt, sollen Gruppen möglichst gemeinsam mit ihren Bezugspersonen wechseln. Und schließlich ist es uns wichtig, dass weitere Schließungen nur auf Grundlage einer Anpassung der Bedarfsplanung erfolgen, die im Dialog mit dem Gemeinderat entsteht.“