Ja zur Energiewende – Ja zur Windkraft am Lammerskopf

Beitrag in der Sonderbeilage zum Bürgerentscheid von Ursula Röper und Florian Kollmann – Ausgabe vom 17.06.2026

Am 12. Juli entscheiden wir in Heidelberg über eine wichtige Zukunftsfrage: Wollen wir unseren Beitrag zu einer sicheren, verlässlichen und bezahlbaren Energieversorgung leisten – oder folgen wir dem „Not in my backyard“-Prinzip und verweigern uns der Verantwortung?

Für uns ist klar: Wir sagen JA zur Windkraft in Heidelberg! Denn die Energiewende ist weit mehr als Klimaschutz. Sie sorgt für eine sichere Energieversorgung, macht uns unabhängiger von fossilen Importen und schützt uns vor den Preisschocks internationaler Krisen. Wind und Sonne müssen nicht importiert werden! Sie stehen vor Ort zur Verfügung und ermöglichen verlässliche Energiepreise.

Für eine erfolgreiche Energiewende brauchen wir beides: Photovoltaik liefert vor allem im Sommer Strom. Windkraft ergänzt sie ideal, weil sie vor allem in den Herbst- und Wintermonaten hohe Erträge erzielt. Nur durch dieses Zusammenspiel können wir ausreichend erneuerbaren Strom erzeugen.

Dabei kommt es auf die richtigen Standorte an. Der Lammerskopf zählt zu den windstärksten Standorten im nördlichen Baden-Württemberg. Dort weht der Wind deutlich stärker und gleichmäßiger als in der Rheinebene. Deshalb liegen auch die Erträge erheblich über denen in der Ebene – ein Unterschied ums Ganze! Mit den Winderträgen, die in der Ebene zu erwarten sind, lassen sich Windräder nicht wirtschaftlich betreiben. Die Frage ist also nicht, ob auf dem Lammerskopf oder in der Ebene gebaut wird. Sondern ob sich in unserer Region überhaupt Windräder drehen werden.

Uns ist besonders wichtig, dass die Energiewende nicht auf Kosten der Natur vorangebracht wird. Schon im bisherigen Verlauf wurde umfassend geprüft, wie der Windpark mit Rücksicht auf geschützte Lebensräume und gefährdete Tierarten entwickelt werden kann. Gut so! Für jede einzelne Anlage sind zudem weitere Genehmigungs- und Prüfverfahren erforderlich. Ein JA im Bürgerentscheid bedeutet keine endgültige Entscheidung, alle Prüfverfahren werden weitergehen. Es wird jetzt nur entschieden, dass der Prozess weiterverfolgt wird.

Naturschutz und Energiewende werden also sorgfältig miteinander abgewogen. Die Klimakrise bedroht bereits heute Wälder, Artenvielfalt und Wasserhaushalt. Deshalb dürfen Klima- und Naturschutz nicht gegeneinander ausgespielt werden. Beides gehört zusammen!

Am 12. Juli geht es darum, Verantwortung für Heidelberg zu übernehmen: für Klimaschutz, Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und eine nachhaltige Energieversorgung aus Bürgerhand. Der Lammerskopf bietet dafür eine Chance, die wir nutzen sollten.