Stadtblatt-Beitrag von Bülent Teztiker – Ausgabe vom 22.06.2026
Als ich neulich im Gemeinderat eine Anfrage zur mangelhaften Mobilfunkabdeckung im Emmertsgrund stellte, war ich nicht schlecht überrascht, als ich zur Antwort bekam, dass ein solches Problem der Verwaltung nicht bekannt sei. Wann immer ich jedoch selbst im Emmertsgrund unterwegs bin, habe ich fast durchgehend das Problem, keinen ausreichenden Empfang zu haben und daher auch für niemanden erreichbar zu sein.
Ob auf dem Basketballplatz am Schlautersteig, in der Emmertsgrundpassage oder beim Forum am Bürgerhaus – überall sucht man vergeblich nach einem Ort, an dem man ausreichend Empfang für sein Handy hat. Auch beim kürzlich durchgeführten „Jane’s Walk“, einer von Mädchen und jungen Frauen organisierten Führung durch den Stadtteil, bei dem sie auf kritische Orte hinwiesen, wurde dieses Problem explizit erwähnt.
Mobilfunk und mobiles Netz sind heutzutage ein essenzieller Teil der Grundversorgung und Infrastruktur. Gerade für junge Menschen ist es sehr wichtig, um Freundschaften lebendig zu halten, Erreichbarkeit ist wichtig für Teilhabe am sozialen Leben. In Gefahrensituationen ist es wichtig, vor allem für vulnerable Gruppen, sich auf ein funktionierendes Netz verlassen zu können. Auf Grund der schwierigen Situation im ÖPNV müssen Kinder ihre Eltern zuverlässig erreichen können, wenn mal ein Bus ausfällt.
Natürlich sind die Anbieter dafür zuständig, ihr Netz auszubauen und zur Verfügung zu stellen, und Funklöcher können auf deren Webseiten gemeldet werden. Wo dies aber nicht klappt, sollte die Stadt Kontakt zu Mobilfunkanbietern aufnehmen und sich für eine Verbesserung der Situation einsetzen. Zusätzlich könnte man auch an einigen Orten, an denen viele Menschen zusammenkommen, das städtische W-Lan zur Verfügung stellen. Das klappt an vielen anderen Stellen in Heidelberg ja auch problemlos. Wir dürfen die Menschen im Emmertsgrund mit diesem Problem nicht allein lassen.


