Grüne freuen sich über deutliches Ergebnis für erneuerbare Energien beim Bürgerentscheid zu Windkraftanlagen auf dem Lammerskopf

Pressemitteilung vom 12.07.2026

Am 12. Juli hat Heidelberg in einem Bürgerentscheid mit 66,7 % dafür gestimmt, dass die Stadt das Gebiet Lammerskopf als Standort für Windkraftanlagen grundsätzlich entwickeln soll. Damit ist das erforderliche Quorum bei weitem erreicht.

Heidelberg sagt also JA zur Verantwortung für Klimaschutz, Versorgungssicherheit, regionaler Wertschöpfung und zu einer nachhaltigen Energieversorgung aus Bürgerhand. Heidelberg sagt auch JA zu einer sicheren Energieversorgung, zur Unabhängigkeit von fossilen Importen und zum Schutz vor den Preisschocks internationaler Krisen.

Die Fraktionsvorsitzende Dr. Ursula Röper: „Wir Grüne haben uns schon lange für Windkraft stark gemacht. Daher freuen wir uns jetzt sehr, dass so viele Menschen beim Bürgerentscheid zur Urne gegangen sind und dass die Mehrheit der Heidelberger Bürger*innen unseren Einsatz für Erneuerbare Energien unterstützt. Besonders begrüßen wir sowohl das deutliche JA-Ergebnis von rund zwei Dritteln als auch das deutlich überschrittene und somit gültige Quorum.”

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Leander von Detten ergänzt: “Wir möchten auch nochmal deutlich machen, dass am Lammerskopf die Energiewende nicht auf Kosten der Natur vorangebracht werden wird. Schon im bisherigen Verlauf gab es umfassende Prüfungen zu geschützten Lebensräumen und gefährdeten Tierarten. Uns ist wichtig, dass alle Prüfverfahren wie angekündigt weiter ordentlich durchgeführt werden. Für jede einzelne Anlage werden weitere Genehmigungs- und Prüfverfahren aufgesetzt. Wir werden nicht müde zu betonen, dass die Klimakrise bereits heute Wälder, Artenvielfalt und Wasserhaushalt bedroht. Deshalb dürfen Klima- und Naturschutz nicht gegeneinander ausgespielt werden.“

Stadtrat Christoph Rothfuß fügt hinzu: „Der Lammerskopf zählt zu den windstärksten Standorten im nördlichen Baden-Württemberg. Hier weht der Wind deutlich stärker und gleichmäßiger als in der Rheinebene. Damit wird ein Windpark dort zu einem Schlüsselprojekt für die lokale Energiewende, weil die klimaneutrale Energieversorgung überdies für eine Wertschöpfung vor Ort in Heidelberg sorgt. Wer heute Windräder ermöglicht, sichert damit morgen eine zuverlässige, saubere und bezahlbare Energieversorgung. Uns freut, dass die Heidelberger Bürgerschaft sich angesichts steigender Energiepreise klar für eine größere Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen entschieden hat.“

Das geplante Entwicklungskonsortium besteht aus den Stadtwerken Heidelberg und drei regionalen Energiegenossenschaften – also Akteuren, die für kommunale Verantwortung und Bürgerbeteiligung stehen. Mit ihnen wird der Strom nicht von anonymen Großkonzernen produziert, sondern in der Region erzeugt und genutzt.